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Equines Cushing Syndrom (ECS)

1. Definition

Das Equine Cushing Syndrom (ECS) wird auch international als Pituitary Pars Intermedia Dysfunction (PPID) bezeichnet, da der mittlere Teil der Hirnanhangsdrüse erkrankt. ECS zählt zu den häufigsten Hormonstörungen der Pferde.

 

Das Video oben "Wie entsteht Cushing" erklärt bildhaft und verständlich wie es zu einer reduzierten Produktion von Dopamin und daraus folgend zu einer Überproduktion von ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) und Cortisol kommt.

 

2. Symptome

Die Ausprägungen und Erscheinungsbilder von ECS erkrankten Pferden variieren stark. Zu den wichtigsten Symptomen zählen:  

  • dichtes, langes, lockiges Fellhaar
  • geschwächtes Immunsystem
  • Fellwechselstörungen
  • Fettpolster Depots
  • Apathie
  • Leistungsschwäche
  • Muskelabbau
  • Abmagerung
  • schlechte Wundheilung
  • Hufrehe                                                                                                     

3. Diagnostik

Eine ECS / PPID Erkrankung kann durch einen Bluttest diagnostiziert werden. Das Hormon ACTH kann mittels Aprotinin- oder EDTA- Plasma bestimmt werden. Beim Vorliegen klinischer Symptomatik und einer Erhöhung des ACTH-Wertes kann die Diagnose ECS gestellt werden. Bei anzuzweifelnden ACTH-Plasmawerten kann ein Dexamethason-Suppressionstest oder ein TRH- Stimmulationstest durchgeführt werden.

 

4. Therapie

Leider stellt ECS eine progressiv fortschreitende Erkrankung dar, die nicht geheilt werden kann. Allerdings kann eine Behandlung die teils schwerwiegenden Folgeerkrankungen lindern, teils sogar ein symptomfreies und adequates Pferdeleben ermöglichen.

 

 

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